Direkte und indirekte Grundwasserneubildung am Gebirgsrand: Abschätzung und Vergleich mit multiplen Nutzungsansprüchen
Abstract
Nutzungskonkurrenzen für Grund- und Oberflächenwasser haben insbesondere in Zeiten mit Trockenheit stark zugenommen. Eine Abschätzung der verfügbaren Wasserressourcen für die multiplen Nutzungen jetzt und in der Zukunft muss deshalb insbesondere auch die Menge der Grundwasserneubildung berücksichtigen. In und am Rand von Gebirgsregionen tragen Flüsse maßgeblich zur Grundwasserneubildung bei. Die Berücksichtigung der Mengen ist herausfordernd. Der Beitrag zeigt einen methodischen Ansatz zur Abschätzung der direkten und indirekten Grundwasserneubildung basierend auf ‚offline‘ Modellkomponenten von Wasserhaushalt und Transmissionsverlusten im Gerinne. Eine validierte Anwendung der Methodik zeigt für Trinkwasserschutzgebiete am Rand des Schwarzwalds deutliche Wasserdefizite unter der Annahme des berechneten potentiellen landwirtschaftlichen Bewässerungsbedarfs sowie dem lokalen Trinkwasserbedarf. Ein im Projekt ‚StressRes‘ entwickeltes Anwendungstool für Baden-Württemberg generalisiert die Methodik und erlaubt weitere flexible Vergleiche im langfristigen Mittel sowie in Trockenjahren mit erhöhtem Nutzungsdruck.
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