Verwendung von modellierten Schneewasserwerten zur Erhebung und Plausibilisierung der Schneedecke im Hochgebirge
(2) Tiroler Wasserkraft AG
(3) Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Krisen- und Gefahrenmanagement, Lawinenwarndienst
(4) GeoSphere Austria
Abstract
Das in der saisonalen Schneedecke gespeicherte Wasservolumen bildet eine wichtige Grundlage für die hydrologische Vorhersage insbesondere des Abflusses bei Schneeschmelze im Frühjahr und in den frühen Sommermonaten. Während die räumliche Ausdehnung der Schneedecke mittels Fernerkundungsdaten erfassbar ist, sind direkte Messungen des Schneewasseräquivalentes nur an wenigen Messtandorten zu finden und weisen je nach Messmethodik selbst signifikante Fehlerquellen auf.
An einer deutlich größeren Anzahl meteorologischer Messtationen sind Sensoren zur Messung der Schneehöhe verbaut. Mit dem Delta-Snow Modell (Winkler et al 2021) können die Daten der Schneehöhe alleinig in Abhängigkeit des Tages im Jahr und der im Verlauf des Winters abgelagerten Schneeschichten abgeschätzt werden. Die einfache Handhabung dieses Tools ermöglicht eine breite Anwendung in der Praxis.
Neben einem kurzen Einblick in die Theorie des Modells werden Beispiele und Erkenntnisse aus der Anwendung aufgezeigt. Dies beinhaltet die Erstellung von Datensätzen zur Kalibrierung und Validierung hydrologischer Modelle und den Einsatz in der Plausibilisierung von händischen Schneewasserwertmessungen sowie Niederschlagsdaten im Hochgebirge.
Winkler, M., Schellander, H., and Gruber, S.: Snow water equivalents exclusively from snow depths and their temporal changes: the Δsnow model, Hydrol. Earth Syst. Sci., 25, 1165–1187, https://doi.org/10.5194/hess-25-1165-2021, 2021.
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