Hydrologische Auswirkungen historischer Waldnutzungen

Abstract ID: 3.26
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Meißl, G. (1)
Müller, L. (1); Gröber, M. (2); Katzensteiner, K. (3); Kohl, B. (4); Markart, G. (4); Scharr, K. (2); Schrott, R. (1); Simon, A. (5); and Geitner, C. (1)
(1) Universität Innsbruck, Institut für Geographie, Innrain 52, 6020 Innsbruck, AT
(2) Universität Innsbruck, Institut für Geschichtswissenschaften und empirische Kulturwissenschaft, Innrain 52, 6020 Innsbruck, AT
(3) Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Waldökologie, Peter-Jordan-Str. 82, 1190 Wien, AT
(4) Bundesforschungszentrum für Wald, Fachinstitut Naturgefahren, Rennweg 1, Hofburg, 6020 Innsbruck, AT
(5) Amt der Tiroler Landesregierung, Gruppe Forst, Bürgerstr. 36, 6020 Innsbruck, AT
How to cite: Meißl, G.; Müller, L.; Gröber, M.; Katzensteiner, K.; Kohl, B.; Markart, G.; Scharr, K.; Schrott, R.; Simon, A.; and Geitner, C.: Hydrologische Auswirkungen historischer Waldnutzungen, #WAH26-3.26
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Keywords: Wald-Nebennutzungen, Oberflächenabfluss, Bodenfeuchte, historische Praxis
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Keywords: Wald-Nebennutzungen, Oberflächenabfluss, Bodenfeuchte, historische Praxis
Abstract
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Historische Wald-Nebennutzungen in Form von Streurechen, Schneitelung und Waldweide waren bis ins 20. Jahrhundert weit verbreitet, Waldweide wird heute noch praktiziert. Mit Hilfe historischer Quellen wurde das Ausmaß dieser Praktiken in den Wäldern von vier Einzugsgebieten in den Tiroler Alpen erfasst. Beregnungsversuche und Bodenfeuchtemessungen ermöglichten die Quantifizierung ihrer hydrologischen Auswirkungen. Eine daraus abgeleitete Erweiterung des Expertensystems nach Markart et al. (2004, 2011) um die Bewertung der Wald-Nebennutzungen diente dazu, historische Landnutzungskarten in Oberflächenabflussbeiwertkarten zu übersetzen, um damit Niederschlags-Abfluss-Simulationen anzutreiben.

Vor allem die Waldweide generiert deutlich höheren Oberflächenabfluss, während das Entfernen der Humusauflage durch das Streurechen zwar Einfluss auf die Bodenfeuchtentwicklung nach Niederschlagsereignissen hat, sich auf den Oberflächenabfluss in unseren Untersuchungen aber nur geringfügig auswirkt. Durch das bessere Verständnis des Einflusses historischer Wald-Nebennutzungen auf die Entstehung von Oberflächenabfluss können klimawandelbedingte Änderungen von Hochwasserregimen besser von Effekten durch Landnutzungsänderungen unterschieden werden.

Das Projekt wurde durch die Österr. Akademie der Wissenschaften gefördert.

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