Erstellung einer Feststoffbilanz der Ötztaler Ache
(2) Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), Institut für Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung, Am Brigittenauer Sporn 3, 1200 Wien
(3) Klenkhart & Partner Consulting ZT Gesellschaft m.b.H., Salzbergstraße 15, 6067 Absam
(4) Hunziker, Zarn & Partner AG, Ingenieurbüro für Fluss- und Wasserbau, Schachenallee 29, CH-5000 Aarau
(5) Arbeitsbereich für Wasserbau, Institut für Infrastruktur, Universität Innsbruck, Technikerstraße 13, 6020 - Innsbruck
Abstract
Eine umfassende Kenntnis über den Sedimenttransport in alpinen Bächen ist wichtig für den Betrieb von Infrastruktureinrichtungen und zur Einschätzung des Hochwasserrisikos. In den Ötztaler Alpen kann der Feststofftransport über das hydrographische Messnetz und über die Wasserkraftanlagen quantifiziert werden. Seit zwei Jahrzehnten wird der Schwebstofftransport mittels kalibrierter Trübungssonden und der Geschiebetransport mittels Geophonen an mehreren Messstellen im Einzugsgebiet der Ötztaler Ache gemessen. Noch länger – bis zu 60 Jahre – ermöglichen die Spülungsaufzeichnungen der Wasserfassungen des Kaunertalkraftwerks den Feststofftransport der Ötztaler Alpen zu charakterisieren.
Diese umfassende Datengrundlage wird benutzt, um die Feststoffbilanz der Ötztaler Ache zu ermitteln. Einzelne Seitenbäche werden auf Grundlage von Gebietscharakteristiken bezüglich ihres Geschiebedargebotes klassifiziert. Die Gebietscharakteristika werden auf Basis von Feldmessungen und Laserscans bestimmt. Die Geschiebefrachten werden im Bereich der drei Geophonmessstellen überprüft. Das Verhältnis von Schwebstoff- zu Geschiebefracht wird zur Plausibilisierung im Längsschnitt der Ötztaler Ache benutzt. Die Auswertung der Spülungen der Wasserfassungen zeigen einen deutlichen Anstieg des Feststofftransportes in den Gletscherbächen in den letzten Jahren an.
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