Rheinblick2027: Ein Multimodell‑Ansatz zur Entwicklung hydrologischer Szenarien für das Rheineinzugsgebiet
(2) Université Paris-Saclay, INRAE, 1 rue Pierre-Gilles de Gennes – 92160 Antony, France
(3) Universität Zürich, Winterthurerstrasse 190, 8057 Zürich, Switzerland
(4) Deltares, Boussinesqweg 1, 2629 HV Delft, Netherlands
(5) Bundesanstalt für Gewässerkunde BfG, Am Mainzer Tor 1, 56068 Koblenz, Germany
(6) Royal Netherlands Meteorological Institute KNMI, Utrechtseweg 297, 3731 GA De Bilt, Netherlands
Abstract
Das Projekt Rheinblick2027 untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf den Abfluss des Rheins und seiner wichtigsten Zuflüsse. Ziel ist es, Unterschiede zwischen hydrologischen Modellen systematisch zu analysieren und erstmals hydrologische Szenarien bis zum Jahr 2150 zu entwickeln. Darüber hinaus fördert das Projekt die transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Interessensgruppen und Modellierungsgruppen, um eine fundierte Grundlage für zukünftige Entscheidungen im Wasserressourcenmanagement zu schaffen.
Als Input-Daten dienen die Klimaszenarien KNMI’23 und EURO-CORDEX, die beide auf CMIP6-Datensätzen basieren. Diese werden mithilfe der folgenden hydrologischen Modelle in Abflussszenarien überführt: wflow_sbm (Deltares, NL), Larsim-ME (BfG, DE), PREVAH (WSL, CH) und GRSD (INRAE, FR). Die Simulationen bestätigen die aus früheren Studien bekannten Trends: eine Zunahme der Winterabflüsse sowie eine Abnahme der Sommerabflüsse – also in jener Jahreszeit, in der der Wasserbedarf am höchsten ist. Neben der Entwicklung der hydrologischen Szenarien werden auch die Auswirkungen des Klimawandels auf sechs zentrale hydrologische Themenfelder untersucht, darunter die Grundwasserneubildung und Extremwertstatistiken.
Das Projekt wurde von der Internationalen Kommission für die Hydrologie des Rheingebiets (KHR) initiiert und wird von internationalen Forschungsteams in enger Zusammenarbeit mit relevanten Interessensgruppen umgesetzt.
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