
NAME:
Großer Hörsaal
BUILDING:
UZ Obergurgl
FLOOR:
-1
TYPE:
Lecture Room
CAPACITY:
110
ACCESS:
Only Participants
EQUIPMENT:
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In Einzugsgebieten mit nivalen und glazialen Abflussregimen spielt die Prognose der Schneeschmelze eine wesentliche Rolle. In dem Vortrag werden Beispiele von praktischen Anwendungen von Schneedaten zur Verbesserung der hydrologischen Vorhersagen im Kontext von Hochwasserprognosen und Speicherzuflussprognosen gegeben.
Ein Anwendungsbeispiel des Hochwasserprognosemodells des Inn zeigt die multivariate Kalibrierung von Niederschlag-Abflussmodellen des Schweizer Inneinzugsgebietes auf Basis von Sentinel 2 Satellitenbildern und Abflussdaten. Um auch Daten der Schneemasse in der Modellkalibrierung einfließen zu lassen, werden die Reihen zahlreicher automatischer Schneehöhenmessungen, die davor in SWE umgewandelt wurden, in die Kalibrierung einbezogen. Es wird gezeigt, dass das Modell gut in der Lage ist diese SWE-Zeitreihen nachzurechnen und auch die Abflusssimulationen damit verbessert werden.
Im April 2026 wurde für die Einzugsgebiete des Kaunertalkraftwerks und der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz Orthofotos flugzeuggestützt aufgenommen und damit eine Höhenmodell erstellt. Dieses Höhenmodell ermöglicht in den schneebedeckten Flächen die Berechnung der Schneehöhe in dem man die schneefreie Oberfläche davon abzieht. Dazu wird ein Airborne Laserscanning Datensatz vom Spätsommer 2025 verwendet. Dieser Datensatz wird dazu verwendet das hydrologische Langfristprognosesystem der TIWAG zu verbessern und die Simulation der Wiederbefüllung der Speicher über den Sommer auf Basis der Schneeschmelze zu validieren.
Dieses Langfristprognosesystem steht auch im Fokus des Forschungsprojektes „Unterstützung der saisonalen Abflussvorhersage von alpinen Speicherkraftwerken“ in der GTIF (Green Transition Information Factories) Domäne „Energiewende“. Um den Einfluss der Schneebedeckung laufend überprüfen zu können wurde im Zuge des Projektes eine Plattform zur laufenden Einbeziehung der optischen Sentinel 2 Daten für die hydrologischen Vorhersagen geschaffen. Beispiele zur Einbeziehung der aktuellen Schneedeckte in den Prognoseablauf werden gegeben.
