Erforschung des Grundwasserabflusses in Gebirgsbäche mittels eines innovativen Abflussmessnetzwerks im Alpinen Raum

Abstract ID: 3.22
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Löbel, J. (1)
Kattenstroth, B. (1); Weiler, M. (1); and Gnann, S. (1)
(1) Universität Freiburg, Professur für Hydrologie, Friedrichstraße 39, 79098 Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg, Germany
How to cite: Löbel, J.; Kattenstroth, B.; Weiler, M.; and Gnann, S.: Erforschung des Grundwasserabflusses in Gebirgsbäche mittels eines innovativen Abflussmessnetzwerks im Alpinen Raum, #WAH26-3.22
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Keywords: Basisabfluss, automatische Salzverdünnung, Grundwasserabfluss
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Abstract
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Gebirgsbäche stellen eine entscheidende Wasserressource für Gebirgsregionen sowie deren Vorländer dar, unterliegen jedoch aufgrund zunehmender Trockenheit und schwindender Schneespeicher starken Veränderungen. Die zunehmend anerkannte Rolle des Grundwassers, das entscheidend dazu beiträgt, wie Einzugsgebiete auf diese Veränderungen reagieren, wurde im Alpinen Raum jedoch bislang vergleichsweise wenig untersucht. Grund hierfür ist unter anderem, dass kontinuierliche Messungen in alpinen Einzugsgebieten aufgrund der erschwerten Zugänglichkeit und limitierten Messmethoden nur beschränkt verfügbar sind. Besonders direkte, klassische Messungen der Grundwasserspeicher über Grundwasserpegel sind in alpinen Regionen außer in den größeren Talaquiferen fast nicht existent. Aber auch eine indirekte Messung über Abflüsse in Quellen und Bächen ist schwierig, da viele Abflusspegel aufgrund intensiver Wassernutzung für solche Analysen meist nicht direkt nutzbar sind.

Ziel des in diesem Beitrag vorgestellten Projektes ist es daher, den Grundwasserabfluss in verschiedenen Gebirgsbächen in kleinen, unbeeinflussten Einzugsgebieten genauer zu untersuchen, die hierfür wichtigsten Landschaftsmerkmale zu identifizieren und zu analysieren, inwieweit das gewonnene Verständnis auf die Skala ganzer Länder übertragen werden kann. Hierfür wird in den Schweizer Alpen ein neues Messnetz aus insgesamt 36 Abflussmessstellen errichtet, welche über sechs größere Einzugsgebiete verteilt sind. Der methodische Ansatz kombiniert dabei kontinuierliche Wasserstandsmessungen mit mobilen, automatischen Salzverdünnungsanlagen, welche spezifisch für dieses Projekt entwickelt wurden und durch die Einzugsgebiete rotieren. Die gewonnenen Daten werden anschließend gemeinsam mit einem schweizweiten Datensatz analysiert, wobei über Wasserbilanzen, Niedrigwasserkennwerte und Rezessionsanalysen das Speicherverhalten der Einzugsgebiete charakterisiert und untersucht werden soll. Präsentiert werden der Messaufbau und die Salzverdünnungsanlagen sowie erste Daten und Ergebnisse. Die Resultate sollen das Verständnis des Grundwasserabflusses in Gebirgsregionen erweitern und so die Grundlage für ein zukunftsorientiertes, nachhaltiges Wasserressourcenmanagement im Alpenraum schaffen.

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