Die Messunsicherheit bei Abflussmessungen
(2) Università degli Studi di Trento, Dipartimento di Ingegneria Civile, Ambientale e Meccanica, Trient, Italien
Abstract
Die kontinuierliche Erfassung von Abflüssen stellt eine grundlegende Aufgabe der Hydrographie dar. Sie erfolgt über eine Beziehung, die aus dem gemessenen Wasserstand den Abfluss ableitet, die sogenannte Schlüsselkurve. Zu deren Bestimmung sind Abflussmessungen bei unterschiedlichen Wasserständen erforderlich. Gleichzeitig sind diese Messungen mit Unsicherheiten behaftet, die sich aus methodischen Annahmen, hydraulischen Randbedingungen sowie der praktischen Durchführung im Feld ergeben. Im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Hydrologie und Stauanlagen und der Universität Trient wurden diese Unsicherheiten umfassend analysiert, wobei sowohl theoretische Grundlagen als auch praxisorientierte Fragestellungen berücksichtigt wurden.
Es wurden die Messunsicherheiten von drei gängigen Verfahren vergleichend untersucht: Flügelmessung, Salzverdünnungsmethode und Ultraschall-Doppler-Profil-Strömungsmesser (ADCP). Basierend auf Feld- und Laborversuchen der Universität Trient sowie der begleitenden Anwendung im Messalltag werden die relevanten Unsicherheitsquellen identifiziert und hinsichtlich ihrer Bedeutung bewertet. Ein besonderer Fokus liegt auf der praxisnahen Quantifizierung der Gesamtunsicherheit unter realen Einsatzbedingungen.
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