Quantifizierung der Wasserbilanz des Ötztals (Tirol, Österreich) mit dem schneehydrologischen Modell openAMUNDSEN
Abstract
Der Klimawandel beeinflusst die Schneehydrologie in Hochgebirgsregionen erheblich. Geringerer Schnee-Anteil am Niederschlag, abnehmende Schneemengen und verkürzte Schneedecken-Dauer gehören zu den überall diskutierten Veränderungen. Wegen den zurückgehenden Gletschern fällt aber gerade dem Schnee im Einzugsgebiet eine wichtige Rolle als saisonaler Wasserspeicher zu. Ziel dieser Studie ist die Quantifizierung der Wasserhaushaltskomponenten des Ötztals für den Zeitraum von 2005 bis 2025. Das Ötztal ist ein 65 km langes Hochgebirgstal in Tirol, Österreich. Zahlreiche große Gletscher befinden sich aktuell noch in den höchsten Lagen im Talschluss. In dieser Studie verwenden wir das räumlich verteilte und physikalisch basierte schneehydrologische Modell openAMUNDSEN zur Simulation der Wasserhaushaltskomponenten. Als Eingangsdaten dienen meteorologische Beobachtungen eines dichten Stationsnetzes betrieben durch die GeoSphere Austria, den Hydrographischen Dienst und den Lawinenwarndienst Tirols, der Tiroler Wasserkraft AG und der Universität Innsbruck. In der Analyse legen wir den Fokus auf Niederschlag (fest und flüssig), Schneeschmelze, Gletscherschmelze, Verdunstung und Abfluss. Die räumlich-zeitliche Bewertung dieser Variablen ermöglicht es uns, den derzeitigen Status des Wasserhaushalts im Ötztal zu quantifizieren.
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